Ein Rückblick

Das Jahr nähert sich seinem Ende, Zeit auch für mich einen Blick auf die letzten 12 Monate zu werfen.

48 Beiträge, 47 von mir und einen von meiner geschätzten Kollegin Annika Gramoll. Vielen Dank dafür, Annika!

Mit den statistischen Daten ist das ja so ein Ding, wenn ich aus Gründen des Datenschutzes und der Datensparsamkeit keine großen Analysewerkzeuge einsetzte. Da mein Blog aber auf einem angemieteten Server läuft und der Dienstleister mir ein Serverprotokoll für den Blog liefert, kann ich natürlich auch einige Daten auswerten. Zusätzlich nutze ich ein WordPress Zusatzprogramm, das die Zugriffe zählt und mir ausgiebt, wie oft eine Seite direkt aufgerufen wurde. Dazu kommen noch Angaben, die einen allgemeinen Rückschluss auf die Quellen der Zugriffe erlauben. Hier ist sehr deutlich sichtbar, dass die meisten Besucher*innen über Facebook kommen. Eine wichtige Anmerkung: über die Facebook-App auf den mobilen Endgeräten. 66,8% der Aufrufe. Ich halte das für ein wichtiges Signal, zeigt es doch, dass die Aufmerksamkeitsökonomie (ein Thema für 2018!) eines einzigen Konzerns eine marktbeherrschende Rolle einzunehmen scheint. Es gibt auch Menschen, die den Block über eine sehr bekannte Suchmaschine finden, immerhin 13%. Übrigens stammen 1% der Aufrufe über einer Sonderseite bei evangelisch.de, einer  beachtenswerte Zusammenstellung zum Thema #DigitaleKirche.

Nun, 48 Beiträge sind 48 Wochen Ideenfindung, Recherche und schreiben, schreiben, schreiben. Ich muss es gestehen, der Druck, wöchentlich – am Besten Mittwochs – einen Beitrag zu veröffentlichen, ist nicht zu unterschätzen. Aber auch hier die Anmerkung: Den Druck habe ich mir selbst gemacht. Als Experiment. Neben dem „Alltagsgeschäft“ kaum zu schaffen. Erkenntnis: Kommunikative Arbeit im Netz braucht Zeit. Nicht zu wenig! (Merke: 4 Stunden/Woche im Schnitt).

Noch paar staristische Daten für 2017: Insgesammt – bis einschließlich gestern – gab es 24.418 Aufrufe. Da ich keine Artikelaufrufe zähle (merke: das sollte ich vielleicht ändern!), sondern immer 4 Artikel auf der Startseite stehen, kann ich nicht wirklich sagen, welche Artikel wie oft aufgerufen wurden. Die meisten direkten Aufrufe bekam übrigens der Artikel „Der digitalisierte Mensch, die mediale Welt und die reformatorische Freiheit„, was mich sehr freut, da mir das Thema sehr wichtig ist. Nicht weil ich der Gläubigste unter den Gläubigen bin. Der reformatorische Freiheitsbegriff schließt für mich den eigenverantwortlichen, auf die Gemeinschaft hin ausgerichteten (politischen) Menschen zentral mit ein. Wenn ich mir gesellschaftliche Entwicklungen anschaue, dann scheint es mir eher so, dass wir…ich nutze an dieser Stelle gerne einen von Goethe formulierten Gedanken:
„Es ist ein einförmiges Ding um das Menschengeschlecht. Die meisten verarbeiten den größten Teil der Zeit, um zu leben, und das bißchen, das ihnen von Freiheit übrig bleibt, ängstigt sie so, daß sie alle Mittel aufsuchen, um es los zu werden.“

Ja, ich mache mir Sorgen. Auch wenn der Gedanke an Freiheit aus meiner Sicht in unserer Gesellschaft irgendwie mit Konsum verbunden zu sein scheint, so gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass es noch andere tragende Werte gibt, die es hochzuhalten gilt. Aber ich will heute (eigentlich!) nicht mein Gedankenflimmern mit euch teilen.

Einen letzen Einblick in statistische Daten:

Laut meinem Server-Dienstleister hatte ich im Monat November pro Tag durchschnittlich 331 Sessions (ganz vereinfacht gesagt: unterschiedliche Zugangsquellen), laut meinem WordPress Zusatzprogramm waren es 194 Sessions. Das ist halt der Unterschied, wenn Sessions von bekannten Bots rausgerechnet werden. Also ich bin sehr zufrieden, als ich mit dem Blog im Januar begann waren es bereinigt 13 Sessions pro Tag.

An dieser Stelle sei all denjenigen Menschen gedankt, die Beiträge gelesen haben. Ein besonderer Dank geht an diejenigen, die eine Rückmeldung gegeben haben. Auch das ist eine Erkenntnis: Die Rückmeldungen kommen in den seltesten Fällen auf dem Blog selber, die meisten Rückmeldungen kamen über persönliche Ansprache und eMail. Und noch eine Erkenntnis: Manchmal kommt zu einem Artikel nichts. Garnichts. Aber wie gesagt, das Schreiben der Beiträge hilft Gedanken zu formulieren und ist daher für mich persönlich ein Gewinn.

Der Blog wird sich im nächsten Jahr verändern, von wöchentlichen Beiträgen möchte ich auf monatliche Beiträge umstellen. Neu hinzukommen sollen kurze Filmbeiträge und Buchbesprechungen zum Thema. Ich bin selber gespannt, wie er sich entwickeln wird.

In diesem Sinne wünsche ich eine frohe Weihnachtszeit und eineen wunderbaren Beginn des neuen Jahres.

Bildvorlage von Pixabay

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