14 Tage ohne

Auch ich mache mal Arbeitspause. 14 Tage, genauer 346 Stunden ohne Internet. Keine Mails, keine Postings. Kein Threema, Signal oder Hangout. Offline. Ein seltsames Gefühl. Das Gefühl, etwas zu verpassen. Gleich nach der Landung der Maschine den Zugang zum Internet aktiviert. 190 Nachrichten, Twitter, Facebook und Messenger buhlen um meine Aufmerksamkeit. Ich lösche sie alle. Ungelesen. Fast. Private Nachrichten lösche ich nicht. Wissen, worauf es ankommt. Auswählen. Mich verweigern können. Das will gelernt sein. Ich kann es. Fast.

Die Versuchung, in Ägypten ein Datenvolumen zu kaufen, ist groß. 12 GB für 7 Euro, dazu noch eine SIM-Karte für 5 Euro. 12 Euro für 12 GB mit HSDPA Bandbreite. Wahnsinn! Hier in Deutschland bekomme ich für den Preis gerade mal vergleichbare 2-5 GB.

Die Digitalisierung hat auch in Ägypten weiter Einzug gehalten. In meinem engen Wahrnehmungsfeld, das tiefe Einblicke nicht zulässt, ist eines offensichtlich: Die Kommunikation mit entfernten Freunden und Familienangehörigen hat stark zugenommen. Die meisten der Bediensteten in der Ferienanlage am Roten Meer stammen aus den Regionen Kairo und Alexandria. Kein Wunder, wohnen doch 20 % der 100.000 Millionen Einwohner*innen in den beiden Großregionen.

Zurück im Büro. Auch hier. Eine lange Liste ungelesener eMails. Offensichtlich wichtige raussuchen, den Rest schnell löschen.

Wir haben einen neuen Dienstwagen. Einen Ampera-E. Kein Zündschloss. Das Auto erkennt den Schlüssel auch, wenn er in der Hostentasche ist. Welche Datenübertragung sich dahinter verbirgt? Ich weiß es noch nicht.

Das Auto hat kein eigenes Navi, das Display des eigenen Smartphones wird gespiegelt. Also wird das eigene Smartphone zum Navi für die Fahrt. Dazu braucht es Volumen. Ob Offlinekarten funktionieren? Ich muss es noch testen. Allerdings wären dann die Verkehrsdaten nicht aktuell. Nicht so dolle. Also mal schauen, wieviel Datenvolumen so eine 100 km Fahrt benötigt. Ich werde berichten.

Das Auto ist vollgepackt mit Sensorik, das Licht soll sich entsprechend selbstständig an die Situation anpassen. OnStar, das ist übrigens nicht aktiviert. OnStar? 365 Tage und rund um die Uhr…Beratung – soweit die Netzabdeckung reicht. Ob da auch Seelsorge mit inbegriffen ist? Eher nicht. Aber ein Hotel kann über booking.com gebucht werden, wobei OPEL nicht verantwortlich für die Dienstleistungen ist. Das ist ein General Moters Unternehmen namens OnStar Europe Ltd. Aber eben auch nicht für die Buchung. Also alles ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ob ich das brauchen werde? Eher nicht.
Das Smartphone als Fernbedienung? Mit OnStar und der myOPEL App könnte ich das Fahrzeug lokalisieren, die Türen öffnen und schließen, die nächste Aufladestation finden und die Klimaanlage oder Heizung bedienen. Für mich ist da bisher nix brauchbares dabei. Spielerei.
Bei Geschwindigkeiten zwischen 8 und 80 km/h messen Sensoren kontinuierlich den Abstand zu potenziellen Risiken, verbunden mit einer automatischen Gefahrenbremsung. Wenn ich nicht auf die Warnung reagiere, bremst das System für mich. Technik > Mensch? Ich denke ja. Aber schauen wir mal….

In diesem Sinne ein „Willkommen zurück“ auf meinem Wochenblog. Urlaubsende = Blogfortsetzung.

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